Der Hausbau und das liebe Geld

Da ich zur Zeit viele Anfragen in Kommentaren und per Mail bekomme, mit was für Zusatzkosten man rechnen muss, mache ich hier mal eine Aufstellung, was wir bisher wofür ausgegeben haben. Ich werde das nicht auf den Cent genau ausrechnen, nur einen groben Überblick, wo das Geld hingegangen ist. Könnte ich sowieso nicht, weil ich längst den Überblick verloren habe 🙂

Die Kosten sind zum Teil 1:1 übertragbar, aber bei den meisten Punkten von regionalen Bestimmungen, unserem Bauträger Team Massivhaus und unseren Entscheidungen zu Eigenleistungen und gewünschter Ausstattung abhängig. Also bitte nicht als Universalvorlage verstehen, sondern mit den eigenen Wünschen und Voraussetzungen in Einklang bringen.

Ich werde auch nicht überall mit absoluten Zahlen rechnen. Ihr müsst ja nicht alles wissen 🙂

Grundstück: Bei den Kosten des Grundstücks sind zum eigentlichen Kaufpreis noch mal 15% dazu gekommen. Diese teilen sich auf Makler, Notar, diverse Behörden und die Grunderwerbssteuer auf.

Haus: Beim Haus muss man mehrere Zeitpunkte beachten. Nehmen wir erst mal die Kostenentwicklung vom Katalogpreis bis zum Baubeginn.
Hauspreis laut Katalog: 122.000,-
Nach Vertragsabschluss: 165.000,- (inkl. KfW70, Belüftung, zusätzliches Zimmer, Regionalaufschlag, usw.)
Nach Erstbemusterung: 168,000,- (bessere Türen, Treppe, etc.)

Zusätzlich haben wir 55.000 € eingeplant für alles andere, aufgeteilt in 10.000 € für Zusatzkosten Haus, 10.000 € Nebenkosten (Medien, Vermesser, Prüfstatiker, Bodengutachten), 20.000 € Außenanlagen/Küche, 15.000 € Sicherheitsaufschlag. Der letzte Punkt ist sehr wichtig, es gibt immer etwas, was man nicht eingeplant hat. Insgesamt kommen wir nicht ganz damit hin, insbesondere weil wir bei einigen Sachen doch mehr als geplant ausgegeben haben, weil sich doch noch unentdeckte Reserven aufgetan haben. Es hätte aber gepasst, wenn wir uns etwas strikter an den Plan gehalten hätten.

Zusatzkosten Haus: Die 10.000 € haben definitiv nicht ausgereicht. Es werden wohl eher 20.000 €. Das liegt zum Teil an unseren gestiegenen Anforderungen und zum Teil an dem Standard von Team Massivhaus. Beispiel: Bei Erdarbeiten geht Team Massivhaus von einem idealen Boden aus. Dem machen gewöhnlich der Boden sowie der Statiker einen Strich durch die Rechnung. Für diesen Punkt sind 1.100 € bei Team Massivhaus in der Kostenkalkulation. Gezahlt haben wir aber insgesamt 4.100 €. In diesen 4.100 € waren aber auch die Baustraße und Abtransport von diversen „Fundstücken“ sowie nicht benötigter Erde enthalten. Grob kann man bei uns von 2.000 € Mehrkosten ausgehen. Die Hauptmehrkosten sind aber bei Sanitär und Elektro angefallen. Bei Sanitär hauptsächlich wegen unserer persönlichen Wünsche (Echtglas-Duschkabinen, Enthärtungsanlage, bessere Lüftungsanlage), bei Elektro mehr wegen des doch einfachen Standards von Team Massivhaus. Die angegebenen Steckdosen reichen bei weitem nicht aus. Man muss aber fairerweise sagen, dass man das alles in der Bauleistungsbeschreibung nachlesen und dementsprechend vorplanen kann. Generell ist die Bauleistungsbeschreibung von Team Massivhaus sehr ausführlich, da haben wir wesentlich schlechtere gesehen.

Ein Tipp: viele Sachen im Bereich Elektro/Sanitär sollte man bei der Bemusterung mit Team Massivhaus noch nicht aufnehmen, sondern später mit den Gewerken selbst vereinbaren. Da kann man noch was sparen. Außerdem haben die Handwerker immer gute Ideen, auf die man selbst nicht gekommen wäre. Beispiel: eine bodenebene Dusche hätte in der Bemusterung bei 1.100 € gelegen (ohne Gewähr), nach Absprache mit Sanitär und Fliesenleger zahlen wir jetzt insgesamt 600 € dafür.

Nebenkosten: Mit dem Betrag sind wir exakt hingekommen.

Außenanlagen/Küche: Können wir noch nicht genau beziffern, da wir mit den Außenanlagen noch nicht angefangen haben. Wir werden aber mit dem geplanten Betrag nicht auskommen. Liegt hauptsächlich daran, dass die Küche doch wesentlich teurer als geplant geworden ist. Dafür ist sie aber auch schön. Der geplante Betrag ist fast schon nur für die Küche und einen Carport drauf gegangen. Der Rest kommt dann aus dem Sicherheitsaufschlag,

 

 

7 Gedanken zu „Der Hausbau und das liebe Geld

  1. Martin

    Heiko, ich muss nochmal eine Frage los werden.
    Musstet ihr für Bauwasser auch diesen EWE-Schacht zur Miete einbauen lassen? Habe gerade vom DNWAB das Bauwasserangebot bekommen und war entsetzt welcher Aufwand für Bauwasser getrieben wird.

    Gruß,
    Martin

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    1. Heiko Beitragsautor

      Hallo Martin,

      bei uns ist auch so ein Schacht eingebaut worden. Der Bearbeiter meinte , am einfachsten ist es, sich vom Nachbarn Wasser zu holen. Hat bei uns leider zeitlich nicht geklappt.

      Ansonsten bloß nicht jedes Detail lesen, was die Behörden einem abverlangen, ich habe es als Nebenkosten abgetan und nicht mehr weiter drüber nachgedacht.

      Gruß,
      Heiko

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  2. Sebastian

    …da war ich wohl einer von denen 🙂
    Vielen Dank nochmal für die Aufstellung.
    Was ich sehr interessant finde (da wir ja fast die selben Rahmenbedingungen haben wie Ort und Bauträger)
    ist, dass wir auch ca. 55.000€ für alle anderen kosten eingeplant haben.
    Allerdings sollte bei uns noch eine Garage für 15.000€ mit drin sein… Ob das noch klappt??? Ich bin gespannt.
    Wie habt ihr das mit der doppelten Belastung während der Bauphase gemacht? Hattet Ihr die Kosten aus dem Topf „Sicherheitsaufschlag“ genommen? Oder konntet ihr die vom normalen monatlichen Gehalt stemmen?

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    1. Heiko Beitragsautor

      Wir haben einen Carport für 7.000 mit drin. Wenn ihr euch also etwas mehr zurück nehmt als wir, sollte das klappen 🙂

      Bisher zahlen wir ja nur Zinsen für das bereits abgerufene Geld, das ist nicht so viel. Erst im Monat des Umzugs wird der Kredit ausgeschöpft sein und die Tilgung beginnt. Da wir sowieso eine höhere Belastung durch den Kredit als durch unsere bisherige Miete eingeplant haben, gibt da bei uns keine Probleme.

      Gruß,
      Heiko

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      1. Sebastian

        Na dann bin ich gespannt.
        Jetzt beginnt bei uns die Phase wo wir denken: „hoffentlich machen wir alles richtig“
        Wir hoffen, dass wir im Sommer nächsten Jahres einziehen, dann gehen wir dort bestimmt öfter spazieren. Vielleicht sieht man sich ja mal.

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